Dienstag, 25. Dezember 2012

Umbau auf LIFEPO4 Akkus




Erst einmal habe ich die Blei-Akkus entfernt und die Kabel neu verlegt. Das erspart 8kg Gewicht
Einige Kabel sind mit Absicht etwas zu lang.
Beispielsweise das Kabel von Rück und Bremslicht. Selbiges ist am Sitz montiert.
Um weiterhin den Sitz problemlos demontieren zu können , ist es nötig das Kabel etwas länger zu lassen.










Um die Steuerung und die Kabel kommt noch ein Kunststoff - Spritzschutz, damit die Steuerung und die Kabelanschlüsse nicht zu sehr mit Wasser Salz und Dreck in Berührung kommen.









Halterungen für die Batterie-Schiene an den Rahmen der Hinterrad-Aufnahme geschweißt.
Zu beachten war, das die Bremse frei zugänglich bleibt.













Die Schrauben der unteren Befestigung, verhindern ein versehentliches Lösen oder absichtliches Entfernen des Akku-Steckers , wenn dieser sich in der Halterung befindet.








Hier ist der neue Akku in der montierten Halterung zu sehen.
Die Halterung ist mit einem Bolzen und einem Schloss gegen Diebstahl gesichert.

Möchte ich den Akku zum Aufladen heraus nehmen, öffne ich das Schloss und ziehe den Akku einfach heraus.
Selbstverständlich kann ich den Akku auch aufladen ohne ihn heraus zu nehmen.







Selbstverständlich braucht das Trike auch Licht.

Wenn der Zündschlüssel auf Stufe 1 gedreht wird, wird der Motor frei geschaltet. Wird der Zündschlüssel auf Stufe 2 gedreht, geht das Licht an.









Bei Betätigung der Bremshebel, geht die Steuerung aus und der E-Motor, dreht nicht mehr, egal ob man gerade am Gashebel dreht oder nicht. Zusätzlich gehen zwischen den hier zu sehenden normalen Rücklicht leuchten noch 3 LEDs an, welche dem rückwärtigen Verkehr den Bremsvorgang anzeigen.





Montag, 24. Dezember 2012

Selbstbau-Kosten meines Trikes

Nachdem ich jetzt alle Teile zusammen habe, kann ich mal eine grobe Aufstellung machen, was der Selbstbau eines Trikes in dieser Art kostet.

Umsonst aus einem Spender Bike
Tretlager Ketten-Umwerfer vorn und hinten , Schalthebel und diverse Rohre , Spritzschutz fürs Hinterrad


Laufräder vorne 130€ ,  Lager für Lenkung 20€ , Laufrad hinten 100€ , Bremsen und Züge 150€ , Ketten 50€ , Rollen und Kettenspanner 50€ , Schrauben und Muttern 20€ , Federung 30€ , Rohre für den Rahmen 100€, Schweißzubehör 100€ , Flexscheiben 20€ , Farbe und Pinsel 20€ , Sitz 110€

Trike ohne Elektrik 860€



Kabel  20€ , Kleinteile, 20€ , Beleuchtung 30€ , Zündschloß 10€ , Steuerung 30€ , Gasgriff 20€ , Bremsgriffe mit Schalter 20€  ,  36v 1kw Motor 80€ , Gummilager Motor 10€ , Kettenumsetzung für Antrieb 50€ , LIFEPO4 Akkus und Ladegerät 250€

Zwischensumme Elektrik 540€

Trike komplett ca. 1400€

Das gute daran ist, das ich die Summe nicht auf einmal aufbringen musste.

Batterie Upgrade

Juhu, er ist angekommen.
Hier ist mein neuer LIFEPO4 Akku
36V 10AH und damit geschätzte 35km Reichweite.
Den gibts zur Zeit mit Ladegerät, neu ab 250€ bei Ebay.

Damit bin ich meine Bleibatterien los und spare mindestens 8kg Gewicht ein.














Die Ladekontrollanzeige am Akku ermöglicht es mir auch bei entnommenem Akku zu sehen wie viel Saft noch in ihm steckt, oder ob ich an die Ladestation muss.





Leider gab es keinen Stecker dazu.

Selbstverständlich kann man den passenden Stecker nur erhalten, wenn man das komplette Fahrrad erwirbt.

Doch für mich ist soetwas eine Herausforderung selbst eine Lösung zu finden.
Somit habe ich einen Stecker mittels Metall, Kabel, Heißkleber und  Lötzinn selbst gebaut.





Die Kabel sind für locker die doppelte Leistung ausgelegt, so das weder Kontakte noch Stecker warm werden.
Jeweils 2 Kontakte für Plus und Minus gewährleisten eine sichere Verbindung.

Der Stecker bekommt noch einen groben Schliff und etwas schwarze Farbe.

Die Halterung des Akkus werde ich so befestigen, das der Stecker nicht gezogen werden kann, wenn der Akku in der Halterung am Fahrrad sitzt.






Montiert wird der Akku neben dem Hinterrad. Die Gewichtsverteilung des Trikes ist ungünstig, wenn der Akku sich zwischen den Vorderrädern befindet. Die 4kg LIFEPO4-Akku am Hinterrad sorgen somit für eine gleichmäßigere Gewichtsverteilung und etwas mehr Grip am Hinterrad.

Jetzt gehts an den Umbau der Technik.





Donnerstag, 13. Dezember 2012

Testfahrt mit dem neuen Rahmen

Meine Testfahrt mit dem neuen Rahmen Design brachte mehrere Erkenntnisse. 


Die positiven Punkte zuerst:

Die Lenkung funktioniert jetzt einwandfrei. Der Wendekreis ist jetzt erträglich, wie bei Trikes üblich.
Die Kettentechnik ist jetzt in Ordnung. Ketten laufen gut und springen nicht mehr herunter.
Die Schaltung funktioniert einwandfrei.
Die Übersetzung des E-Motors ist jetzt perfekt.
Die Bremsen funktionieren gut.
Die Federung funktioniert hinten sehr gut.



Jetzt die Punkte die mir nicht so gut gefallen:

Als erstes, Fahrradfahren bei 10 Grad Minus erfordert eine gute Gesundheit. :-)
brrrr .. Saukalt , aber da kann ja das Trike nichts dafür.

Meine schmaler Hinterreifen, der Wegen der E-Motor Übersetzung nötig ist,
eignet sich nicht für die Fahrt auf Eiß und Schnee. Leider nicht zu ändern.


Die Vorderbremsen berühren unter Belastung die Speichen. Da muss ich nochmal nach justieren.
2 Schweißpunkte am Rahmen geben offensichtlich unter Dauerbelastung nach. Da muss ich noch einmal nach bearbeiten.
Die Federung vorne ist kaum fühlbar und zu straff. Ich werde mich nach weicheren Federn umsehen.

Die Blei Batterien sind bei 10 Grad Minus erwartungsgemäß kaum ihr Gewicht Wert. Ich hoffe bis zum Sommer moderne Batterie und Ladetechnik  zu ergattern.



Dennoch fährt sich das Trike leicht und man merkt das höhere Gewicht zum normalen Fahrrad kaum.
Im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden mit meiner Konstruktion.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Das Herzstück



Wegen der Konstruktion mit externem Motor, musste ich mir etwas einfallen lassen, wie die Kraft des Motors aufs Antriebssystem kommt. Hierzu verwendete ich eine Hinterradnabe mit 7ner Schaltung.

Dort wo ursprünglich die Bremsscheibe montiert sein sollte habe ich für die Aufnahme eines großen Antriebsritzels gesorgt.







Auf der Seite der Schaltung ist ein kleines 20er Ritzel verbaut , um für die Übertragung zum Hinterrad zu sorgen.

Klar habe ich dadurch eine kleine Untersetzung beim Pedalantrieb. Doch diese Untersetzung ist wegen des E-Motors nötig.





Das Antriebsritzel ist am inneren Speichen-Saum befestigt.  Dadurch überträgt es die Motorkraft. Der Freilauf der Schalt-Kassette befreit mich vom mit-treten.

Der Nachteil ist der geringe Abstand von Kette und Reifen. Einen dicken Mountenbike-Reifen bekommst du mit dieser Konstruktion nicht ohne Schleifen oder Versatz eingebaut. Deswegen hab ich jetzt hinten einen relativ schmalen Reifen, welcher zur Technik passt.




Die nötigen Komponenten um die externe Motortechnik zu verbauen kosten ca. 50€

..

Elektrik und Motor


Der Motor hat 36V und 1 KW . Ich habe mich mit Absicht für einen externen Motor entschieden, da er erstens viel billiger und zweitens viel stärker ist, als seine Fahrrad-Konkurrenz. 






Das verwendete Ritzel ist ein Singelspeed Freilauf BMX Ritzel. Das ist nötig, damit ich beim selbst treten, nicht den Widerstand des Motors mit bewegen muss.


























Rechts ist der Gasgriff zu sehen, mit dem der Motor gesteuert wird.
Es handelt sich um Systemkomponenten eines

E-Fun-Scooters die für günstige zu bekommen sind.
Sogar ein ZÜNDschloß kann man dazu ordern.

Der Griff kostet ca.18€
Der Controller  ca. 25€

Der Motor wiegt 5kg  und kostet ca. 80 €

36V 10A Bleibatterien wiegen ca.12 kg für ca 120€
36V 10A LIFEPOs wiegen    ca 4,5 kg für ca 300€

Der Rahmen

Eigentlich wollte ich den Rahmen zum einfachen zerlegen oder klappen konstruieren. Doch derzeit scheitere ich damit noch.
Vor allem der Ausleger sollte ja zum verstellen sein. Doch was ich auch tue, wenn ich mit entsprechender Krafteinwirkung in die Pedale trete, knickt mir der Ausleger ab. Deshalb ist er im Moment verschweißt und auf meine Größe eingestellt. Problem deshalb auf unbestimmte Zeit verschoben. Vielleicht hab ich ja später noch eine Eingebung dazu.





Hier sieht man mit Farben verdeutlicht den Rahmen.


Hier von vorne:

Aufhängung vorne:



Das Rad ist mit der Original Spann-Befestigung am Ausleger montiert.
Für vorne bräuchte ich weichere Federn.


von der Seite sieht man die verschiedenen Ebenen des Rahmens. Auch die Kettenführung kann man ganz gut erkennen.


Wie .. die Schweißnähte sind nicht schön?
... Ich weiß .. aber es hält trotzdem :-)


Der Rahmen hat ohne jegliches Zubehör 18,5 kg

Motivation

Ich wollte schon immer ein Trike. Doch die Summen, die für solche Fahrräder verlangt werden sprengen mein Budget. Trikes die meine Vorstellungen erfüllen kosten zwischen 6000 und 8000 €uro.

Full Suspension, und elektrisch angetrieben sollte es schon sein.
Deshalb hab ich im Frühjahr 2012 beschlossen. Ich bau mir so ein Ding selber.
Ich hatte ja schon mal einen VW Polo zu einem Elektro Auto umgebaut. Aber das war relativ einfach wenn ich es im Nachhinein mit der Konstruktion meines Trikes vergleiche. Ich fing also an einen Rahmen zu bauen.
Doch die Lenkung und die Kettenführung gestalteten sich schwieriger als erwartet.

Nach einigen Versuchen und Tests landete ich schließlich bei einem Design das im allgemeinen relativ bekannt aussieht.


Offensichtlich nicht ohne Grund. Alles andere wirft oft sehr große Probleme auf.

Wichtig bei der Kettenführung ist, das Umlenkungen der Kette mittels Rollen nur sehr wenig Spielraum erlauben, was bei der vorherigen Positionierung der einzelnen Elemente der Kette mit bedacht werden muss.

Was hab ich nicht alles probiert.

2 Räder hinten .. das sah aber aus wie ein tiefer-gelegter Rollstuhl, nicht mein Ding. Also alles wieder auseinander geflext.
Vorderräder angetrieben .. Fehlschlag  ... diverse entweder oder Probleme. Also alles wieder auseinander geflext.
Vorderräder neben den Pedalen, .. Wendekreis jenseits von gut und böse. Also alles wieder auseinander geflext.

Ich hab mich echt mit kräften gegen das bekannte Design gewehrt. Doch wie man sieht, ohne Erfolg.